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Freutsmoos

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Freutsmoos
Gemeinde Palling
Wappen von Freutsmoos
Koordinaten: 48° 2′ N, 12° 40′ OKoordinaten: 48° 2′ 11″ N, 12° 39′ 31″ O
Höhe: 537 m ü. NHN
Einwohner: 336 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 83349
Vorwahl: 08629
Blick auf Freutsmoos (2012) in Richtung Nordwest
Blick auf Freutsmoos (2012) in Richtung Nordwest
Kirche St. Laurentius

Freutsmoos ist ein Gemeindeteil von Palling[2] und eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Das Pfarrdorf Freutsmoos liegt auf einer Höhe von 537 m ü. NHN. Durch den Ort verläuft in Nord-Süd-Richtung die Kreisstraße TS1. Die Gemarkung Freutsmoos (099903) hat eine Fläche von 1882 Hektar und liegt vollständig im Gemeindegebiet von Palling.[3] Das ganze Gemarkungsgebiet wird dem Rupertiwinkel zugerechnet.[4]

Der Ort wurde erstmals als „Frigoltesmoose“ um 798 in der Breves Notitiae als Besitz des Erzbistums Salzburg erwähnt und kam erst 1810 mit dem Rupertiwinkel zu Bayern. Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius (1911 Expositur der Pfarrei Palling) besitzt ein spätgotisches Langhaus, wohl aus dem 15. Jahrhundert. Die kreuzförmige Choranlage mit drei Apsiden stammt von 1680, das Turmobergeschoss von 1704–06.[5] Die Gemeinde Freutsmoos bestand seit dem Gemeindeedikt von 1818 und 1970 aus den Gemeindeteilen Freutsmoos, Allerding, Baumham, Beharting, Geiselfing, Gemetsham, Grafetstetten, Heigermoos, Heilham, Hörmetsham, Kamping, Ranham, Schreckenbach, Sieberöd und Tyrlbrunn.[6] Sie wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern zum 1. Januar 1978 nach Palling eingemeindet.[7] 2019 nahm das Dorf am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.[8]

Kirche St. Laurentius

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Römerstein von Freutsmoos
Römerstein von Freutsmoos
CIL III, 05601

Der Römerstein von Freutsmoos, auch als Grabaltar des Quintus Sabinius Constitutus benannt, wurde 1814, eingemauert an der Rückseite des Hochaltars der Kirche St. Laurentius in Freutsmoos entdeckt. 1841 wurde der Stein herausgenommen und 1913 an seinem derzeitigen Standort, dem Vorraum der Kirche aufgestellt.

Der würfelförmige Kalksteinblock (86/75/58 cm) ist an der Frontseite mit der Grabinschrift versehen. Zwei Seitenteile weisen tauchende Delphine auf.

Im 10-zeiligen Textteil wird zuerst der Verstorbene, dann seine beiden verstorbenen Kinder und zuletzt die Stifterin des Grabsteines genannt.[9]

Commons: Freutsmoos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 148 (Digitalisat).
  2. Gemeinde Palling, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 23. Juni 2022.
  3. Gemarkung Freutsmoos. In: geoindex.io. Abgerufen am 5. Januar 2026.
  4. Helga Reindel-Schedl: Laufen an der Salzach. Die alt-salzburgischen Pfleggerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging. In: Kommission für bayerische Landesgeschichte (Hrsg.): Historischer Atlas von Bayern. Heft 55. München 1989, ISBN 3-7696-9940-8 (Digitalisat der Gebietskarte (Kartographie: Eberhart von Harsdorf) im Anhang des Bandes).
  5. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2. S. 308
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 55 (Digitalisat).
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  8. "Unser Dorf Freutsmoos", 18. September 2019.
  9. Der Römerstein von Freutsmoos. In: Homepage Gemeinde Palling. Abgerufen am 29. November 2024.