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International Conference on Machine Learning

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Die International Conference on Machine Learning (deutsch: „Internationale Konferenz für Maschinelles Lernen“, ICML) ist eine internationale wissenschaftliche Konferenz im Bereich Maschinelles Lernen, die seit 1980 jährlich stattfindet.[1] Sie ist die älteste und zusammen mit NeurIPS und der ICLR eine der drei wichtigsten und renommiertesten Fachkonferenzen zu künstlicher Intelligenz.[2] Sie wird von der International Machine Learning Society (IMLS) organisiert. Die genauen Termine variieren von Jahr zu Jahr, aber üblicherweise müssen Fachbeiträge Ende Januar eingereicht werden, woraufhin sie einen Peer Review durchlaufen, und die Konferenz findet in der Regel im darauffolgenden Juli statt.

Die ICML begann als International Workshop on Machine Learning, der erstmals im Juli 1980 an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh stattfand und von Jaime Carbonell, Ryszard S. Michalski und Tom M. Mitchell organisiert wurde. 1993 entwickelte sie sich zu einer vollwertigen Konferenzreihe unter dem heutigen Namen und baute auf fast einem Jahrzehnt Workshops auf. Seit den 2010er Jahren werden die Konferenzbeiträge als Open Access in den Proceedings of Machine Learning Research (PMLR) veröffentlicht, die aus den Workshop & Conference Proceedings des Journal of Machine Learning Research hervorgingen und 2015 in PMLR umbenannt wurden.[3][4]

Die ICML hat zahlreiche wichtige Forschungsarbeiten veröffentlicht, die das Fundament der modernen Künstlichen Intelligenz bilden. Zu den bemerkenswerten Arbeiten gehören das K-Means-Clustering mittels Principal Component Analysis des Lawrence Berkeley National Laboratory (ICML 2004), Googles Batch-Normalisierung und Google Brains EfficientNet (ICML 2019). OpenAIs Contrastive Language-Image Pre-training (ICML 2021) und der Soft Actor-Critic der University of California, Berkeley (ICML 2018).

Die Anzahl der eingereichten (und angenommenen) Beiträge hat sich innerhalb von 10 Jahren stark erhöht; von 1037 (270) im Jahr 2015 auf 12.107 (3260) im Jahr 2025. Die Annahmequote liegt derweil zwischen 21 % (2020) und 30 % (2024).[5] Im Jahr 2026 wurde mit 24.371 eingereichten Beiträgen ein neuer Rekord aufgestellt, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.[6]

Die ICML deckt das gesamte Spektrum des maschinellen Lernens ab, mit besonderem Fokus auf theoretische Analysen, algorithmische Innovationen und statistisches Lernen. Im Vergleich zu den beiden anderen großen Konferenzen für maschinelles Lernen, NeurIPS und ICLR, konzentriert sich die ICML traditionell stärker auf statistische Lerntheorie, Reinforcement Learning und Robotik sowie Optimierungstheorie.

Die ICML zieht regelmäßig große Sponsoren an, die auf diese Weise Zugang zu Forschungsergebnissen und Talenten im Bereich maschinelles Lernen suchen. Technologieunternehmen wie Google, Microsoft, Amazon, Meta und Apple gehören zu wiederkehrenden Sponsoren, veröffentlichen dort regelmäßig ihre eigenen Forschungsergebnisse und rekrutieren Forscher über die Konferenz.

Veranstaltungsorte

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Einzelnachweise

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  1. Past ICMLs Online Proceedings. University of Trier, 1. Juni 1980, archiviert vom Original am 12. Dezember 2008; abgerufen am 31. Januar 2023.
  2. Artificial Intelligence - Google Scholar Metrics. 7. Oktober 2020, archiviert vom Original am 7. Oktober 2020; abgerufen am 7. Oktober 2020.
  3. Past ICMLs Online Proceedings. University of Trier, 1. Juni 1980, archiviert vom Original am 12. Dezember 2008; abgerufen am 31. Januar 2023.
  4. Artificial Intelligence - Google Scholar Metrics. 7. Oktober 2020, archiviert vom Original am 7. Oktober 2020; abgerufen am 7. Oktober 2020.
  5. ICML Statistics - Paper Copilot. 2. April 2023, abgerufen am 31. Januar 2026 (englisch).
  6. Tweet. In: X. ICML, 29. Januar 2026, abgerufen am 31. Januar 2026 (englisch).
  7. Conferences Future Meetings. In: icml.cc. Abgerufen am 26. Juli 2025.