Martin Chivers
| Martin Chivers | ||
Martin Chivers (2011)
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| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Martin Harcourt Chivers | |
| Geburtstag | 27. April 1945 | |
| Geburtsort | Southampton, England | |
| Sterbedatum | 7. Januar 2026 | |
| Position | Stürmer | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1961–1962 | CPC Sports | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1962–1968 | FC Southampton | 175 (96) |
| 1968–1976 | Tottenham Hotspur | 278 (118) |
| 1976–1978 | Servette Genf | 59 (35) |
| 1978–1979 | Norwich City | 11 (4) |
| 1979–1980 | Brighton & Hove Albion | 5 (1) |
| 1980 | Frankston City FC | 2 (0) |
| 1980–1981 | Dorchester Town FC | |
| 1982 | SK Vard Haugesund | |
| 1982–1983 | Barnet FC | |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1971–1973 | England | 24 (13) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Martin Harcourt Chivers (* 27. April 1945 in Southampton; † 7. Januar 2026) war ein englischer Fußballspieler. Er absolvierte zwischen 1971 und 1973 insgesamt 24 Länderspiele für die englische Fußballnationalmannschaft und schoss dabei 13 Tore.
Sportlicher Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chivers begann seine Karriere nach seinen Jugendvereinen Southampton Schoolboy Football und CPC Sports beim heimischen Zweitligisten FC Southampton, mit dem er in der Saison 1965/66 in die erste Liga aufstieg und dabei die Aufmerksamkeit von Tottenham Hotspur erlangte, das in ihm einen Nachfolger für Jimmy Greaves sah. Chivers wechselte dann im Januar 1968 für die damalige Rekordablösesumme von 125.000 Pfund an die White Hart Lane.
Als Mittelstürmer schoss er bei seinem ersten Spiel für die Spurs gegen Sheffield Wednesday das erste Tor. Im weiteren Verlauf der Saison etablierte sich Chivers in der Mannschaft und schoss insgesamt bei seinen 23 Einsätzen zehn Tore. In der darauffolgenden Spielzeit erzielte Chivers im Ligapokal gegen Aston Villa zunächst einen Hattrick und verletzte sich im selben Monat derart schwer am Knie, dass er nahezu ein komplettes Jahr ausfiel.
In der Saison 1969/70 kehrte Chivers in die Mannschaft zurück und bildete mit Alan Gilzean eine Angriffsformation. Dies bedeutete gleichzeitig, dass Jimmy Greaves bei Tottenham seine Karriere nicht mehr fortsetzen konnte und zu West Ham United wechselte. Einem Einsatz in der englischen Nationalmannschaft stand für Chivers jedoch noch seine erlittene Verletzung im Weg, so dass er zu diesem Zeitpunkt lediglich fünf Einsätze in der U23-Nachwuchsmannschaft aufweisen konnte.
Es folgte eine sehr erfolgreiche Spielzeit 1970/71, als Chivers in 58 Pflichtspielen 34 Tore schoss und dabei sowohl im Ligapokal gegen Coventry City als auch im Texaco Cup gegen Dunfermline Athletic erneut einen Hattrick erzielte. Am Ende der Saison gewann er nach einem Sieg gegen Aston Villa den Ligapokal und steuerte dabei zwei Tore bei. Im Zuge dieser guten Leistungen wurde Chivers dann auch in den Kader der englischen Nationalmannschaft berufen und spielte dabei unter anderem im April 1971 an der Seite von Geoff Hurst das Qualifikationsspiel zur EM 1972 gegen Griechenland, das England mit 3:0 gewann. Chivers schoss dabei das erste Tor und in den nächsten sieben Spielen für England traf er sechsmal. England hatte es in der EM-Qualifikation 1972 in der Gruppe 3 mit der Schweiz – Trainer Louis Maurer und dem Mittelfeldtrio Jakob Kuhn, Karl Odermatt und Rolf Blättler –, Griechenland und Malta zu tun. In den sechs Gruppenspielen erzielte die Angriffsspitze von Tottenham für die Mannschaft von Trainer Alf Ramsey fünf Tore. In den zwei Begegnungen im Viertelfinale im April und Mai 1972 gegen den späteren Europameister Deutschland, traf er aber nicht. Chivers war der einzige englische Spieler der alle acht EM-Qualifikationsspiele 1972 absolvierte. Auf sieben Einsätze kamen Gordon Banks, Martin Peters, Alan Ball, Emlyn Hughes und Bobby Moore.[1]
Chivers steigerte weiter seine Torquote und in der Saison 1971/72 schoss er in 64 Spielen 44 Tore. Am Ende der Spielzeit erzielte er im Hinspiel des UEFA-Pokal-Finales bei den Wolverhampton Wanderers zwei Tore zum 2:1-Sieg und war maßgeblich am Titelgewinn beteiligt, den Tottenham nach einem 1:1 im Rückspiel feiern konnte. Auch in der darauffolgenden Saison war Chivers mit 33 Toren in 61 Begegnungen weiterhin formstark und half Tottenham beim erneuten Gewinn des Ligapokals. Im UEFA-Pokal 1972/73 schied Tottenham, trotz acht Treffern von Chivers in zehn Spielen (darunter fünf im ersten Spiel gegen Lyn Oslo), im Halbfinale gegen den FC Liverpool aus. Auch im UEFA-Pokal 1973/74 war Chivers mit Tottenham erfolgreich und erzielte in zehn Spielen sechs Tore. Im Finale unterlag er jedoch dem niederländischen Verein Feyenoord Rotterdam mit 2:2 und 0:2.
Nachdem Gilzean den Verein verlassen hatte, konnte auch Chivers nicht mehr ganz an die vorangegangenen Leistungen anknüpfen. Als dann mit Terry Neill ein neuer Trainer installiert wurde und Chivers vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen hatte, wechselte er zum Abschluss der Saison 1975/76 nach 174 Toren in 367 Spielen für Tottenham in die Schweiz zu Servette Genf.
In seinen beiden Spielzeiten beim Verein wurde er jeweils Vizemeister. In der Meisterschaft schoss er in 59 Spielen 35 Tore. 1977/78 gelang zudem der Gewinn des Schweizer Cups nach einem Unentschieden und anschließenden Sieg im Wiederholungsspiel im Finale gegen Grasshopper Club Zürich im Stadion Wankdorf von Bern. In derselben Saison wurde er auch als bester Ausländer in der Schweizer Liga ausgezeichnet.
Danach kehrte er nach England zurück, wo er in der Saison 1978/79 elf Spiele für Norwich City bestritt. Norwich wurde 16. in der Liga.
In der ersten Hälfte der Saison 1979/80 kam er noch einmal auf zwei Spiele für Brighton & Hove Albion, womit seine Erstligakarriere beendet war. Im Juni 1980 spielte er zweimal für den Melbourner Vorortsverein Frankston City in der zweitklassigen Staatsliga von Victoria.[2] Zudem spielte er noch für die unterklassigen Vereine Dorchester Town und FC Barnet, wo er 1982 seine Karriere als Fußballspieler beendete.
Chivers starb am 7. Januar 2026 im Alter von 80 Jahren.[3]
Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- UEFA-Pokal-Sieger: 1972
- Ligapokal-Sieger: 1971, 1973
- Schweizer Vizemeister: 1976/77, 1977/78
- Schweizer Cup: 1978
- Alpenpokal: 1976
- Bester Ausländer in der Schweizer Liga: 1978
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Chivers und Paolo Hewitt: Big Chiv!. Vision Sports, 2009, ISBN 978-1-905326-74-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Profil bei Tottenham Hotspur
- Daten der einzelnen Spielzeiten
- Martin Chivers in der englischen Nationalmannschaft
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (DSFS): 50 Jahre Fußball-Europameisterschaft, Band 1 - 1960 bis 1996, Berlin 2008, Seite 59.
- ↑ John Punshon: 1980 Victorian Men's State League Results, OzFootball, 7. Dezember 2025
- ↑ Martin Chivers – Obituary. In: tottenhamhotspur.com. 7. Januar 2026, abgerufen am 8. Januar 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chivers, Martin |
| ALTERNATIVNAMEN | Chivers, Martin Harcourt |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1945 |
| GEBURTSORT | Southampton, Großbritannien |
| STERBEDATUM | 7. Januar 2026 |