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Norbert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Norbert ist ein männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung des Namens

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Norbert ist ein alter germanischer Vorname und besteht aus Nor „Norden“ und beraht „glänzend“.[1] Eine Variante des Namens „Norbert“ ist auch „Nordbert“, das sich ebenfalls aus „nor“ und „björt“ zusammensetzt. Dieser Name kommt vor allem in Skandinavien vor. „Norberto“ ist eine Variante von „Norbert“ im Spanischen und Portugiesischen. Der Stifter des Prämonstratenserordens Norbert von Xanten lebte im 11./12. Jahrhundert und war Erzbischof von Magdeburg. Er wurde 1582 heiliggesprochen.

Der Name war in Deutschland in den 1940er (Rang 29)[2], 1950er (Rang 18)[3] und 1960er Jahren (Rang 37)[4] sehr beliebt, danach ließ seine Beliebtheit nach. Inzwischen wird er äußerst selten vergeben. In den letzten 10 Jahren wurden etwa 230 Jungen so genannt.[5] In Österreich gehörte der Name von 1984 bis 1990 zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Danach ging seine Popularität zurück, heute ist er nur noch mäßig beliebt.[6] Von 1984 bis 2023 wurde er rund 820 Mal gewählt. Der Name wird in der Schweiz seit 1930 fast jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre zählte er zeitweise zu den Top-100 der Hitlisten. Von 1930 bis 2023 wurde er rund 3.200 Mal vergeben.[5]

In Ungarn befindet sich der Name seit der Jahrtausendwende in den Top-70 der Hitlisten.[7] Der Name lag in Polen von 2000 bis 2015 in den Top-100. Im Jahr 2024 belegte er Rang 162.[8] Der Name kommt in Tschechien seit 1935 fast jährlich in den Top-200 der Hitlisten vor.[9] In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden gilt der Vorname als mäßig beliebt.[10]

Der Name befand sich in Frankreich von 1919 bis 1959 stets in den Top-100. Danach ließ seine Beliebtheit stetig nach.[11] In den Niederlanden wird der Name seit 1930 fast jedes Jahr vergeben. Er gilt als mäßig populär, von 1930 bis 2023 wurden circa 1.600 Jungen so genannt. Seine Vergabe ist auch in Liechtenstein, England, Schottland, Irland und Kanada nachgewiesen.[5] In den USA gehörte der Name von 1888 bis 1971 zu den Top-1000. Besonders beliebt war er in den 1920er Jahren, als er um Rang 220 pendelte.[12]

Norbert

Norberto

Kirchengebäude

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Den Namen Sankt Norbert tragen einige Kirchen (siehe Norbertkirche).

Einzelnachweise

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  1. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 287.
  2. Beliebteste Vornamen der 1940er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. September 2025.
  3. Beliebteste Vornamen der 1950er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. September 2025.
  4. Beliebteste Vornamen der 1960er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. September 2025.
  5. a b c Norbert. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. September 2025.
  6. Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 22. September 2025.
  7. Popularity in Hungary. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  8. Popularity in Poland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  9. Popularity in Czechia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  10. Norbert. In: Nordicnames. Judith Ahrholdt, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  11. Popularity in France. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
  12. Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. September 2025 (englisch).