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Red Faction II

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Red Faction II
Zählt zur Reihe Red Faction
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Volition
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cranky Pants Games (GameCube)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Outrage Games (Xbox, PC)
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten THQ
Veröffentlichung PlayStation 2:
Nordamerika 16. Oktober 2002
Europa 15. November 2002
GameCube, Xbox:
Nordamerika 1. April 2003

Europa 6. Juni 2003
Microsoft Windows:
Nordamerika 7. April 2003
Europa 27. Juni 2003

Plattform Windows, PlayStation 2, GameCube, Xbox
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur, Maus, Gamepad
Medium DVD-ROM
Sprache Englisch, Deutsch
Aktuelle Version 1.2
Altersfreigabe
USK
USK ab 18
USK ab 18
PEGI
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Gewalt
Information Ungekürzte Fassung in Deutschland bis Februar 2017 indiziert.[1]

Red Faction II ist ein Ego-Shooter-Computerspiel, das von Volition entwickelt und von THQ für PlayStation 2, GameCube, Windows und Xbox veröffentlicht wurde. Es ist der Nachfolger zu Red Faction und der zweite Teil innerhalb der Computerspielserie Red Faction.

Die Handlung des ersten Teils wird nicht weitergeführt, stattdessen wird die Geschichte in die Zukunft und vom Mars auf die Erde verlegt.[2]

Durch den Diebstahl einer Nanozelle, die von Wissenschaftlern der Ultor-Corporation auf dem Mars entwickelt wurde, ist es dem Diktator Victor Sopot auf der Erde im Jahre 2161 gelungen, eine Armee von genetisch veränderten Soldaten herzustellen. Er entwickelte jedoch bald eine Furcht davor, seine Schöpfungen könnten sich gegen ihn wenden, weshalb er alle zweitausend mit Nanotechnologie verbesserten Soldaten verfolgen und auslöschen lässt, stattdessen züchtet er weniger intelligente Kreaturen. Die letzten Überlebenden der Säuberungswelle Molov, Alias, Tangier, Shrike, Quill und Repta schließen sich daraufhin der Red Faction an, einer Widerstandsgruppe, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, Sopot zu stürzen und die Republik des Commonwealth wieder zu einer Demokratie zu machen.

Während der Übertragung einer Rede Sopots dringen Alias und seine Gefährten in das Öffentliche Informationszentrum von Sopot City ein, um den Diktator zu töten. Das Unternehmen gelingt jedoch nicht, da Sopot aus dem Gebäudekomplex entkommen kann. Nach mehreren Gefechten in der umkämpften Stadt gelingt es der Red Faction schließlich, in Sopots Zitadelle einzudringen und den Diktator, der sich in einem Raketensilo verschanzt hat, zu töten. Doch statt nun endlich freie Wahlen einzuleiten, wird sogleich eine neue Diktatur aufgebaut: Sopots Truppen haben Molov ihre Loyalität zugesichert und der Anführer der Red Faction hat sich kurzerhand zum neuen Kanzler des Commonwealths und damit Sopots Nachfolger gemacht. Er will auch die Nanotechnologie nicht mehr zerstören, sondern erneut dafür nutzen, Soldaten wie sie selbst herzustellen.

Alias und Tangier, die sich nicht beugen wollen, gelten fortan als Verräter und müssen fliehen. Sie setzen sich nicht nur zum Ziel, Molov zu töten, sondern wollen die Nanotechnologie endgültig zerstören.

Alias gelingt es schließlich, seine früheren Gefährten Quill und Repta zu stellen und zu töten. Mit Tangier dringt er in die Basis ein, wo sie damals vor Jahren geschaffen wurden und wo Molov nun neue Soldaten herstellen will. Allerdings kommen sie zu spät, eine neue, verbesserte Version ist bereits hergestellt worden und im Einsatz. Es kommt schließlich im obersten Stockwerk einer monumentalen Statue Sopots zum Aufeinandertreffen zwischen Molov und Alias. Der neue Diktator kann durch das plötzliche Eingreifen Shrikes, der sich wieder auf die Seite von Alias und Tangier stellt, besiegt werden.

Je nachdem, welches Karma man während dem Spiel angesammelt hat, gibt es eines von vier verschiedenen Enden – so ist Alias etwa einmal ein Held, der zum militärischen Berater der neuen demokratischen Regierung wird, in einem anderen Ende wird er hingegen als Verbrecher hingerichtet.

Red Faction 2 kam in Deutschland als zensierte Version mit USK-16-Freigabe auf den Markt. Es wurden Gewalt- und Splatter-Effekte sowie Cheats entfernt. Durch Umschalten der Sprachoption konnte die Fassung für PlayStation 2 jedoch unzensiert gespielt werden, weshalb die europäische Fassung 2009 sechs Jahre nach ihrem Release nachträglich auf die Liste A der BPjM gesetzt wurde. Aufgrund fehlenden Altersnachweises war das Spiel im Digitalvertrieb bei Steam gar nicht erhältlich. THQ konnte nach Verhandlungen mit der Bundesprüfstelle 2017 eine Listenstreichung erwirken.[3]

Der Veröffentlichungszeitpunkt wurde zunächst verschoben[4] und dann wieder vorverlegt.[5] Ein Mehrspielermodus für PC war geplant, aber wurde gestrichen. Gegenüber der Konsolenfassung wurden jedoch Texturen und Charaktermodelle überarbeitet.[6] Wie im Vorgänger spielt die Geo-Mod-Engine, die eine zerstörbare Spielwelt ermöglicht, eine wichtige Rolle.[7]

Wertungsspiegel
PublikationWertung
GCPS2WindowsXbox
4Players71/100[2]
MAN!AC85/100[10]85/100[10]
PC Action60 %[9]
PC Games51/100[8]
Metawertungen
Metacritic79/100[11]84/100[11]64/100[11]74/100[11]

Auf dem PC sei Red Faction II der Konkurrenz durch Genregrößen wie Unreal II: The Awakening stark unterlegen. Die Grafik sei schlicht inakzeptabel. Das Fehlen einer Schnellspeicherfunktion sowie die schwammige Steuerung sei bedingt, dass es sich um eine Konvertierung einer Konsolenfassung handele. Auch das Leveldesign sei einfallslos. Die zahlreichen Gegner verhalten sich dümmlich. Skriptereignisse seien nur selten vorhanden.[8] Selbst mit primitiveren Shootern wie Serious Sam kann sich Red Faction II nicht messen. Dass statt das offene Ende des Vorgängers fortzuführen, eine komplett neue Geschichte entworfen wurde, sei ärgerlich.[2] Statt eines Mehrspielermodus lasse sich lediglich gegen Bots antreten, wodurch das ohnehin sehr kurze Spiel weiter an Spielspaß einbüße.[9]

Einzelnachweise

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  1. Red Faction II nicht mehr indiziert, Schnittberichte.com, abgerufen am 28. Februar 2017
  2. a b c Paul Kautz: Red Faction 2 - Test, Shooter. In: 4Players. 10. Juni 2003, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. November 2021; abgerufen am 29. Oktober 2023.
  3. Tobias Ritter: Red Faction 2 - Ab sofort nicht mehr indiziert. In: GameStar. 27. Februar 2017, abgerufen am 5. Dezember 2025.
  4. Fabian Walden: Red Faction 2 - PC-Version später: Release verschiebt sich um rund zwei Monate ... In: Gameswelt. 9. April 2003, abgerufen am 5. Dezember 2025 (deutsch).
  5. Fabian Walden: Red Faction 2 - Nun doch früher: Releasetermin vorgezogen ... In: Gameswelt. 23. Mai 2003, abgerufen am 5. Dezember 2025 (deutsch).
  6. Michael Beer: Red Faction 2 - Kein Mehrspieler-Modus: PC-Version bietet nur einen Singleplayer-Modus ... In: Gameswelt. 25. Januar 2003, abgerufen am 5. Dezember 2025 (deutsch).
  7. Thorsten Wiesner: Spieletest: Red Faction 2 - Kurzweiliger Ballerspaß. In: golem.de. 21. November 2002, abgerufen am 5. Dezember 2025.
  8. a b Rüdiger Steidle: Zu Fuß, im Panzer und im Hubschrauber gegen den Diktator. In: PC Games. 15. Mai 2003, S. 98, archiviert vom Original am 4. April 2017; abgerufen am 5. Dezember 2025.
  9. a b Ahmet Iscitürk: Du hast ja 'nen Blechschaden. In: PC Action. Juni 2003, S. 96 (Textarchiv – Internet Archive).
  10. a b Thorsten Küchler: Red Faction II – im Klassik-Test (Xbox / GC). In: MANIAC.de. 10. Februar 2022, abgerufen am 5. Dezember 2025.
  11. a b c d Red Faction II. In: Metacritic. Abgerufen am 29. Oktober 2023 (englisch).