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Samuel Blumer

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Samuel Blumer (* 14. Februar 1881 in Schwanden GL; † 15. Januar 1959 ebenda) war ein Schweizer Unternehmer und Erfinder.

Samuel Blumer erkrankte in seiner Kindheit an einer Brustfellentzündung mit jahrelangen Folgen. Didi Blumer war seine Schwester. Schon sein Vater zeichnete sich durch sein erfinderisches Können aus und betrieb eine Sägerei und nebenbei eine Werkstätte für Fahrräder und Nähmaschinen. Der Vater verstarb, als Samuel 16 Jahre alt war, so dass dieser das Geschäft vorerst zusammen mit der Mutter weiterführen musste.

Die damals aufkommende Elektrizität weckte das Interesse von Samuel Blumer. Den Umgang damit brachte er sich mit Hilfe von Büchern selbst bei. Er baute Dynamoanlagen und Klingeln und kaufte bei Gelegenheit elektrische Apparate, um sie auseinanderzunehmen und nachzubauen. Er richtete eine eigene Werkstätte ein und versah diese mit einer elektrischen Beleuchtung. Eine bedeutende Erfindung war sein Heizkissen. Die Nachfrage nach dem von ihm konstruierten Bügeleisen war so gross, dass er einen Arbeiter einstellen musste. Auf seiner Hochzeitsreise im Jahre 1906 durfte er an einer internationalen Ausstellung in Mailand eine Medaille entgegennehmen.

1936 trat Samuel Blumer in den Ruhestand und lebte fortan in seinem Haus am Soolerrain. Rückblickend hielt er fest, dass seine Frau und seine Kinder nur wenig von ihm hatten, da er oft bis spät in die Nacht hineingearbeitet habe.

Bügeleisen: elektrisch, der Firma Therma aus Schwanden (Glarus) ca. 1930

1907 verlegte Samuel Blumer seine Produktionsstätte von den Herren in die Nähe des Bahnhofs von Schwanden GL und gründete zusammen mit Niklaus Zweifel am 16. Februar eine Aktiengesellschaft. Auf einen Vorschlag des Pfarrers Hans Böniger erhielt die Firma den Namen Therma.

Blumer konstruierte des Weiteren auch Wagenheizungen für Eisenbahnen, Heisswasserspeicher, Kochherde und Kühlschränke. 1978 hat die Electrolux die Firma Therma AG aufgekauft. Bis 2015 führte die Elektrolux AG die ehemalige Produktionsstätte der Therma AG weiter, danach wurde diese geschlossen. Die Marke Therma wurde von Elektrolux bis 2005 geführt.[1] Das Glarner Wirtschaftsarchiv hütet den Nachlass und Archivalien zu diesem erloschenen historischen Pionierunternehmen.

Einzelnachweise

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  1. mw: Das Ende einer über 100-jährigen Firmengeschichte. Tages-Anzeiger. 20. Oktober 2014, abgerufen am 17. November 2025.